Krankheiten und Schädlinge an Obstbäumen & Rosen

BlattlausBlattlaus

Schadbild: An weichen, jungen Pflanzenteilen sind glasig-grüne bis braune, 2 – 3,5 mm lange, bauchige Läuse zu erkennen. In der Folge tritt Verkrüppelung von Blättern und Trieben auf sowie schwacher Wuchs.

Ursachen: Warme, zu trockene Witterung, heiße Standorte, starke Verunkrautung der Umgebung.

Maßnahmen: bei leichtem Befall mit starkem Wasserstrahl abschwemmen bzw. mit der Hand abstreifen oder Behandlung mit einem systemisch wirkenden Insektizid, mit Seifenlauge etc.

Echter MehltauEchter Mehltau

Schadbild: Mehlig weißer Belag vor allem an jungen Pflanzenteilen wie Knospen, Knospenhals und Blätter – diese vertrocknen und fallen ab. Das Wachstum wird stark eingeschränkt, mitunter auch im Folgejahr.

Ursachen: Zu wenig durchlüftete Standorte, hohe Luftfeuchtigkeit bei hohen Temperaturen.

Maßnahmen: Richtiger Rosenstandort (ausreichende Durchlüftung), chemische Behandlung ab der Knospenbildung in regelmäßigen Abständen oder eine neue Rose.

Frostspanner

Schadbild: Bereits an Knospen und Blüten, aber auch an Blättern sind äußerst gefräßige Raupen zu beobachten. Diese Raupen bewegen sich mit dem für sie typischen Katzenbuckel voran. Die Fraßschäden sind mitunter enorm und reichen bis zum Kahlfraß von Blatt und Frucht (v.a. an Kirschen).

Maßnahmen: Die flügellosen Weibchen dieses Falters kriechen vom Boden aus über den Stamm bis in die Krone, um dort ihre Eier abzulegen. Ab Anfang Oktober bis März sollten deshalb Leimringe am Stamm und an Stützpfählen angebracht werden. Eine chemische Behandlung gegen die in der Krone abgelegten Eier ist bis zum Erscheinen der ersten grünen Blattspitzen (Mausohrstadium) im Frühjahr bzw. direkt bei Auftreten der Raupen Erfolg versprechend.

BirnenbockenmilbeBirnenpockenmilbe

Schadbild: Vor allem an jungen Blättern und Triebspitzen finden sich flache, kleine, blasige Erhebungen (Pocken), anfangs grünlich, später dunkel- bis schwarzrot umfärbend. Auch eine Schädigung der Früchte ist möglich.

Maßnahmen: Eine chemische Behandlung beim Schwellen der Knospen im Frühling ist ratsam. Bei Auftreten des ersten Befalls im Frühjahr geschädigte Blätter abzupfen und entsorgen.

ObstbaumkrebsObstbaumkrebs

Schadbild: Pilzinfektion über Knospen oder Wunden. Eingesunkene Rinde, gefolgt von elliptischen, klaffenden Krebswunden, umgeben von jährlich neu gebildeten Überwallungen an dicken Ästen und Stämmen. Die darüber liegenden Pflanzenteile werden nicht mehr ausreichend versorgt und verkümmern. Der Obstbaumkrebs ist nicht zu verwechseln mit ähnlich aussehenden Wunden nach schwerem Hagel, die auch dünne Zweige betreffen.

Maßnahmen: Befallene Äste sind vollständig zu entfernen. Kranke Stellen an starken Ästen und Stämmen bis ins gesunde Holz ausschneiden und mit Baumwachs verstreichen. Staunässe und stickstofflastige Düngung vermeiden.

FeuerbrandFeuerbrand

Schadbild: Feuerbrand an Kernobst ist eine äußerst ansteckende Bakterienerkrankung. Triebspitzen, Blätter und Blüten befallender Pflanzen trocknen schlagartig ein und verfärben sich braun bis schwarz. Die Triebspitzen krümmen sich dabei bogenförmig nach unten. Oft kommt es auch zu wachsartigen Tropfenbildungen entlang der verbrannt aussehenden Triebe.

Maßnahmen: Da es gegenwärtig noch keine effektive Maßnahmen für die Behandlung dieser Bakterienerkrankung gibt, empfiehlt es sich, betroffene Pflanzen sofort zu entfernen und das erkrankte Pflanzenmaterial zu verbrennen. Selbst durch Gartenscheren, Wind, Regen und Insekten kann das Bakterium von einer Pflanze auf die nächste übertragen werden. Feuerbrand ist eine Quarantänekrankheit und unterliegt deshalb in NÖ der Meldepflicht gegenüber der Gemeinde. Es besteht jedoch keine Gefahr für Mensch und Tier! Die befallene Pflanze kann dann mit einem neuen, gesunden Obstbaum ersetzt werden!